Die Forschungsprojekte der marinom GmbH bauen auf der umfassenden Erfahrung unserer Ingenieurteams in der Entwicklung autonomer maritimer Systeme auf. Im Fokus steht die praxisnahe Erprobung neuer Methoden für Steuerung, Sensorik und Datenanalyse. Durch die Verbindung von technischer Expertise und experimenteller Arbeit entstehen Lösungen, die die Leistungsfähigkeit bestehender Systeme verbessern und die Grundlagen für zukünftige Anwendungen schaffen.
AnFAng – Angewandte Forschung für Audioforensische Untersuchungen
Mit dem Forschungsprogramm Audioforensik (AuFo) finanziert die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH zwei sich ergänzende Forschungsansätze, darunter das Projekt AnFAng (Angewandte Forschung für Audioforensische Untersuchungen). Ziel ist es, aus Audiodaten geringer Qualität bislang verborgene Metainformationen zu erschließen. Im Rahmen des Projekts AnFAng wird ein System entwickelt, das Audiosignale nahezu in Echtzeit analysiert. Dadurch können Ermittlungsbehörden aus Aufnahmen nicht nur den gesprochenen Inhalt, sondern auch zusätzlich akustische Hinweise und Metadaten gewinnen. So lassen sich beispielsweise Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort der anrufenden Person ziehen. Zentrale Anwendungsbereiche sind Notrufe sowie sicherheitsrelevante Szenarien wie die Terrorabwehr. Mit dem robotischen Agenten RAFA (Robotic Agent for Field Acoustics) werden Referenzdatensätze durch präzise Vermessungen der Räume erstellt. Analysiert wird der Signalzustand vor der Filterung, um belastbare raumakustische Merkmale zu erkennen. Auch unter schwierigen Bedingungen lassen sich damit Geometrie und Material der Räume bestimmen.
Projektinhalt
Motivation
Die bisherige Forschung zur Audioanalyse konzentrierte sich vor allem auf Sprache und Sprecheridentifikation. Ein noch weitgehend unerforschtes Feld ist die systematische Auswertung von Metainformationen, die aus Audiodaten gewonnen werden können. Insbesondere ist bislang unklar, welche Informationen über die Aufnahmeumgebung gewonnen werden können. Da die Rekonstruktion von Aufnahmeorten aus Audiodaten geringer Qualität bislang kaum erforscht ist, gilt das Projekt als disruptive Hochrisikoforschung mit großem Innovationspotenzial für die forensische Praxis.
Projektziele
Entwicklung eines Systems zur nahezu echtzeitfähigen Analyse von Audiosignale
Ableitung raumakustischer Merkmale und Metadaten aus Audiodaten geringer Qualität
Erstellung eines hochauflösenden Referenzdatensatzes durch detaillierte Raumvermessungen
Unterstützung von Ermittlungsbehörden in Notrufen, Terrorabwehr und Sicherheitslagen
Zielsetzung
Finanziert durch die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH